oder warum sich manchmal die höhere Datenmenge lohnt

Es wird immer wieder gesagt, dass Fotos im RAW Format besser sind, als eine Speicherung als JPEG. Technisch gesehen ist dies auf jeden Fall richtig und häufig habe ich auch schon gleichzeitig ein Foto in RAW und JPEG abgespeichert um mir hinterher alle Möglichkeiten der Bearbeitung offen zu halten. Was mir aber bisher nicht klar war, wieviele Informationen wirklich verloren gehen. Die folgende Aufnahme des südlichen Sternenhimmels entstand während unserer Namibia Reise.

Nachdem sich das Stativ als zu labil für Langzeitbelichtungen von mehreren Sekunden erwiesen hatte, war das Setup für das Foto recht einfach: Kamera auf den Rücken legen und mit dem Fernauslöser die Belichtung per “Bulb” starten. Nach ein paar Versuchen kam dann das folgende Foto mit einer Belichtungszeit von 63 Sekunden heraus.


als JPEG gespeichert
Sternenhimmel aus JEPG Datei


als RAW gespeichert
Sternenhimmel aus RAW Datei

Doch zurück zum eigentlichen Thema, die beiden Bilder zeigen das gleiche Foto, direkt nach der Aufnahme von der Kamera einmal nach JPEG und einmal nach RAW gespeichert (letzteres für dieses Posting dann mit XnView nach JPEG konvertiert, aber die wichtige Aussage sollte bleiben). Im JPEG Format erkennt man nur die helleren Sterne, im RAW Format blieb das Licht der Milchstrasse jedoch noch gut erkennbar.

Welche Konsequenzen sollte man daraus ziehen? Sicherlich mehr Aufnahmen im RAW Format speichern, vor allem wenn es absehbar ist, dass es später um kleine Details und Nuancen gehen wird.

One thought on “Fotografieren im RAW Format

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